- Kunde
- Scout Arabia
- Plattform
- Magento 2 + Hyvä
- Branche
- Marktplatz für handgefertigte Geschenke
- Umfang
- Kompletter Neuaufbau
- Live-Site
- scoutarabia.com
Scout ist ein Premium-Marktplatz für Geschenke in Jordanien und den Golfstaaten, mit einer klaren Mission: arabischen Kunsthandwerkern und unabhängigen lokalen Marken eine Storefront geben, die so durchdacht wirkt wie die Produkte, die sie herstellen. Aus dieser Mission folgten drei harte technische Anforderungen — echter Multi-Vendor-Commerce, ein vollständig zweisprachiges Erlebnis auf Arabisch und Englisch und eine Storefront, die auf einem Mittelklasse-Smartphone schnell genug ist, um hochwertig zu wirken.
In unserem Projekt für Scout haben wir alle drei auf Magento 2 umgesetzt, von Grund auf neu — Katalogarchitektur, Händlerprozesse, beide Sprachversionen der Storefront und die Mobile APIs dahinter.

Die Herausforderung: eine Premium-Marke, viele unabhängige Händler
Ein Marktplatz ist kein großer Webshop. Jeder Händler braucht seinen eigenen Katalog, seine eigene Fulfillment-Sicht und seine eigenen Aktionen — während der Käufer eine stimmige Marke sieht, einen Warenkorb, einen Checkout. Magento von der Stange ist auf einen einzigen Händler ausgelegt; die Multi-Vendor-Ebene mussten wir bewusst konstruieren.
- Dutzende Kunsthandwerker als Händler, jeder mit eigenem Produktkatalog und eigenem Bestand
- Händlerbezogene Aktionen — im Checkout löst der Käufer Gutscheine pro Shop ein, nicht pro Bestellung
- Kuratiertes, anlassbezogenes Merchandising (Ramadan, Eid, Hochzeiten, Firmengeschenke) über den Händlerkatalogen
- Arabischsprachiges Publikum zuerst: Die AR-Storefront ist der Standard, keine nachträglich angeflanschte Übersetzung
Was wir gebaut haben
Multi-Vendor-Architektur auf Magento 2
Wir haben Händler als vollwertige Objekte im Katalog modelliert: Jedes Produkt gehört zu einem Shop, jeder Shop hat eigene operative Abläufe, und händlerübergreifende Regeln (Provisionen, Gutscheine je Händler, Aufteilung des Fulfillment) werden serverseitig durchgesetzt. Das Ergebnis ist E-Commerce-Entwicklung, die durch das Onboarding eines Händlers skaliert, nicht durch den Umbau des Shops.
Eine zweisprachige Storefront – RTL zuerst
Arabisch ist keine Übersetzungsdatei — es ist eine vollständige Storefront von rechts nach links, mit eigener Typografie, gespiegelten Layouts und lokalisiertem Merchandising. Englisch und Arabisch laufen als parallele Magento-Store-Views über einem Katalog: Content-Teams pflegen Produkte einmal, und beide Erlebnisse bleiben synchron.

Commerce-UX, die Handwerk verkauft
Handgefertigte Produkte brauchen Kontext, um ihren Preis zu rechtfertigen. Kategorie- und Produkt-Templates beginnen mit Fotografie, den Geschichten der Hersteller und den Geschenkanlässen — näher an einer redaktionellen Seite als an einem Datenblatt — und bleiben dabei für SEO vollständig serverseitig gerendert.


Mobile APIs
Die Storefront stellt saubere APIs für Warenkorb, Katalog und Checkout bereit, gebaut für die Mobile-Commerce-Journeys, die den Einkaufstraffic am Golf dominieren — dasselbe Backend bedient Web- und App-Clients ohne doppelte Geschäftslogik.
Der Technologie-Stack: Magento 2 + Hyvä
Die Storefront läuft auf Hyvä, dem modernen Magento-Theme, das das Legacy-Frontend Luma durch Utility-Styling mit Tailwind CSS und Verhalten in Alpine.js ersetzt. In der Praxis lädt der Browser damit einen Bruchteil des JavaScripts, das ein Magento-Shop von der Stange ausliefert — genau die Arbeit, um die es in unserer PageSpeed-Optimierung geht.
- Magento 2 — Katalog, Aktionen, Multi-Store, Checkout: bewährter Open-Source-Commerce ohne Lizenzkosten pro Händler
- Hyvä-Theme — Storefront mit Tailwind + Alpine.js; minimale JS-Last, serverseitig gerendertes HTML
- Parallele Store-Views — Englisch und Arabisch (RTL) über einem Katalog
- Eigene Multi-Vendor-Ebene — händlerbezogene Kataloge, Gutscheine und Abläufe
Warum Magento für einen Marktplatz? Weil die Alternative — SaaS-Plattformen — pro Händler abrechnet und pro Händler freischaltet. Auf Magento kostet der vierzigste Händler so viel wie der vierte. Diese Rechnung entscheidet über das Geschäftsmodell eines Marktplatzes.
Warenkorb und Checkout
Im Checkout ballt sich die Multi-Vendor-Komplexität: eine Zahlung, viele Händler, Gutscheine auf Händlerebene. Den Ablauf für den Käufer haben wir bewusst einfach gehalten und die Komplexität dorthin verschoben, wo sie hingehört: auf den Server.

Was ein solches Projekt für Sie bedeutet
Marktplatzprojekte scheitern, wenn die Multi-Vendor-Ebene als Plugin behandelt wird statt als Architektur. Nach unserer Erfahrung müssen die entscheidenden Fragen — Datenmodell der Händler, Strategie für die Store-Views, wo Aktionen ausgeführt werden — beantwortet sein, bevor das erste Template gestaltet wird. Diese Disziplin bringen wir in jedes Projekt im Einzelhandels-Commerce ein, und mit wachsenden Marktplätzen kombinieren wir sie zunehmend mit den Discovery- und Empfehlungs-Ebenen aus unserem KI-Bereich.
Sie planen einen Marktplatz oder ringen einen Ein-Händler-Shop Richtung Multi-Vendor? Sprechen Sie mit unserem Engineering-Team — Sie erhalten innerhalb eines Werktags eine ehrliche Einschätzung zu Umfang, Reihenfolge und Kosten.
